Effektive Therapiekonzepte bei chronischen Schmerzen
Sonntag, 6. Dezember 2009Ich habe kürzlich eine Fortbildung mit obigem Titel bei Sabine Baumgart besucht, die vom Verband Physikalische Therapie (VPT) angeboten wurde.
Es wurden Methoden gelehrt, wie unterschiedliche Arten von Schmerz unterschieden werden können (was komplizierter sein kann, als es sich anhört) und einige Verfahren zur Therapie wie Bindegewebsarbeit und Elektrotherapie praktisch geübt.
Ich ging davon aus, dass „chronisch“, wie sonst in der Medizin üblich, bedeutet, dass die Beschwerden schon 3-6 Monate bestehen, und da ich einige PatientInnen habe, bei denen das der Fall ist, habe ich gehofft, einiges für meinen Praxisalltag mitnehmen zu können. Tatsächlich wird in diesem Fall mit „chronisch“ aber nicht die Dauer der Beschwerden bezeichnet, sondern woher sie kommen, ob es sich zum Beispiel um eine lokale Gewebeschädigung handelt, z.B. einem Bänderriss, oder ob das Problem im Zentralen Nervensystem zu finden ist, also im Gehirn und im Rückenmark die Signalübertragung beeinträchtigt ist. Zweiteres kann durchaus aus einer lokalen Gewebeschädigung entstehen, Schmerzen können sich also „selbständig machen“.
Dieser Fall ist bisher in meiner Massagepraxis ausgesprochen selten vorgekommen, und so werde ich die gelernten Methoden in der Praxis kaum anwenden können (abgesehen davon, dass ich auch gar kein Elektrotherapiegerät habe). Dennoch war die Fortbildung eine große Bereicherung, ich habe es genossen, mal wieder über meinen Tellerrand zu schauen, habe viele gute Anregungen bekommen, und all die Informationen, die so „nebenbei“ flossen, haben mich auch dazu angeregt, mich auch mit anderen Behandlungsmethoden, wie der psycho-aktiven Massage und der Migränebehandlung erneut kritisch auseinanderzusetzen.
Es war also insgesamt eine gelungene und bereichernde Fortbildung, einen herzlichen Dank an Sabine Baumgart , die ihre Sache wirklich großartig gemacht hat.
