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Massage–Saison in München ist eröffnet – Wie bekommt man trotzdem einen Termin?

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Seit einigen Wochen ist wieder Hauptsaison für Massagen – wahrscheinlich nicht nur in München. Zur kalten Jahreszeit entsteht immer ein ziemlicher Ansturm auf Massagepraxen, vielleicht haben Sie auch schon vergeblich versucht, einen Termin zu bekommen.

Was kann man also tun, wenn man verspannt ist, und keine kurzfristigen Termine aufzutreiben sind?

1.) Schnell sein: Warten Sie nicht so lange, bis die Schmerzen unerträglich werden, sondern kümmern Sie sich lieber rechtzeitig um einen Massage-Termin, dann ist es noch nicht ganz so schlimm, wenn Sie ggf. noch ein paar Tage auf den Termin warten müssen.

2.) Tagsüber ist es meistens leichter, einen Massage-Termin zu bekommen, überlegen Sie sich, ob Sie vielleicht einmal für 2 Stunden vom Arbeitsplatz abwesend sein können.

3.) Wenn kein Termin erhältlich ist: Fragen Sie nach, ob man Sie anrufen kann, falls jemand kurzfristig einen Termin absagt, und seien Sie für diesen Fall am besten auch erreichbar.

4.) Wenn absehbar ist, dass die Beschwerden nicht mit einer einzigen Massage in den Griff zu bekommen sind, machen Sie am besten gleich mehrere Termine aus, damit aufgrund von Terminengpässen keine zu großen Abstände zwischen den Massagen liegen.

5.) Wenn es Ihnen für Ihre Massage noch nicht so dringend ist, ist es derzeit trotzdem ratsam, Termine reichlich rechtzeitig auszumachen, damit es auch so klappt, wie Sie es sich vorstellen.

Auch in meiner Massagepraxis ist es derzeit ziemlich eng mit Massage-Terminen, und ich vermute, es ist überall in München schwierig im Moment, was sich erfahrungsgemäß auch noch in das nächste Jahr hineinziehen wird. Ich habe auch selbst Probleme gehabt, Massagetermine bei einem Kollegen für meine Schulterbeschwerden zu bekommen.

Wenn Sie bei mir anrufen, und ich keine zeitnahen Termine für Sie habe, können Sie mir trotzdem Ihre Beschwerden kurz schildern, und ich kann Ihnen vielleicht ein paar Tipps geben, was Sie selbst tun können, um sich bis zur Massage „durchzuretten“.

Effektive Therapiekonzepte bei chronischen Schmerzen

Sonntag, 6. Dezember 2009

Ich habe kürzlich eine Fortbildung mit obigem Titel bei Sabine Baumgart besucht, die vom Verband Physikalische Therapie (VPT) angeboten wurde.

Es wurden Methoden gelehrt, wie unterschiedliche Arten von Schmerz unterschieden werden können (was komplizierter sein kann, als es sich anhört) und einige Verfahren zur Therapie wie Bindegewebsarbeit und Elektrotherapie praktisch geübt.

Ich ging davon aus, dass „chronisch“, wie sonst in der Medizin üblich, bedeutet, dass die Beschwerden schon 3-6 Monate bestehen, und da ich einige PatientInnen habe, bei denen das der Fall ist, habe ich gehofft, einiges für meinen Praxisalltag mitnehmen zu können. Tatsächlich wird in diesem Fall mit „chronisch“ aber nicht die Dauer der Beschwerden bezeichnet, sondern woher sie kommen, ob es sich zum Beispiel um eine lokale Gewebeschädigung handelt, z.B. einem Bänderriss, oder ob das Problem im Zentralen Nervensystem zu finden ist, also im Gehirn und im Rückenmark die Signalübertragung beeinträchtigt ist. Zweiteres kann durchaus aus einer lokalen Gewebeschädigung entstehen, Schmerzen können sich also „selbständig machen“.

Dieser Fall ist bisher in meiner Massagepraxis ausgesprochen selten vorgekommen, und so werde ich die gelernten Methoden in der Praxis kaum anwenden können (abgesehen davon, dass ich auch gar kein Elektrotherapiegerät habe). Dennoch war die Fortbildung eine große Bereicherung, ich habe es genossen, mal wieder über meinen Tellerrand zu schauen, habe viele gute Anregungen bekommen, und all die Informationen, die so „nebenbei“ flossen, haben mich auch dazu angeregt, mich auch mit anderen Behandlungsmethoden, wie der psycho-aktiven Massage und der Migränebehandlung erneut kritisch auseinanderzusetzen.

Es war also insgesamt eine gelungene und bereichernde Fortbildung, einen herzlichen Dank an Sabine Baumgart , die ihre Sache wirklich großartig gemacht hat.